Alle Beiträge von Redaktion

Tree Connections

Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G | bis 11.07.2021

Die vielfältige Auseinandersetzung der Kunst mit dem Thema Natur und insbesondere dem Baum als Stellvertreter, ist Thema der von Klaus Littmann kuratierten Ausstellung in der Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G. Gezeigt werden rund 75 Werke von 45 internationalen Künstler*innen, die sich in allen Darstellungs- und Kunstformen dem Baum und seiner Bedeutung für Mensch und Umwelt widmen. 

Vom 19. Jh. bis heute Tree Connections weiterlesen

Deutsches Design 1949–1989 – Zwei Länder, eine Geschichte

Vitra Design Museum | bis 05.09.2021

Geprägt durch Bauhaus und Werkbund, erlangte das deutsche Design zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweite Bedeutung. Mit der deutschen Teilung ab 1949 entwickelten sich Design und Alltagskultur auf beiden Seiten der Grenze getrennt weiter – im Westen als Motor des «Wirtschaftswunders», im Osten als Teil sozialistischer Planwirtschaft. Mehr als 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer präsentiert das Vitra Design Museum vom 20. März bis 5. September 2021 die erste grosse Gesamtschau über das deutsch-deutsche Design der Nachkriegszeit. Die Ausstellung Deutsches Design 1949–1989. Zwei Länder, eine Geschichte stellt das Design der damaligen DDR und BRD vergleichend gegenüber und verdeutlicht dabei ideologische und gestalterische Unterschiede ebenso wie Parallelen und Querbezüge, die Ost und West verbanden. Die Exponate reichen von ikonischen Möbeln und Leuchten über Grafik, Industriedesign und Inneneinrichtung bis hin zu Mode, Textilien und Schmuck.

A Black Hole Is Everything a Star Longs to Be

Kunstmuseum Basel | 05.06.2021 – 26.09.2021

Zum ersten Mal zeigt Kara Walker (* 1969) Hunderte von Zeichnungen, die sie in den letzten 28 Jahren im Atelier unter Verschluss gehalten hat. In der ersten umfassenden Soloausstellung auf Schweizer Boden präsentiert das Kunstmuseum Basel diesen bisher nie gezeigten Korpus zusammen mit brandneuen Arbeiten
der weltbekannten Amerikanerin.

Zu Beginn der 1990er Jahre fällte Kara Walker als Master-
Studentin an der Rhode Island School of Design in Providence (RI, USA) zwei programmatische Entscheidungen: In ihrer Kunst wollte sie nun konsequent die Perspektive als Schwarze und als Frau einnehmen: «Alles ist eine schwarze Frau. Das war die Absicht.» Die Akzeptanz der eigenen Herkunft und der – subjektiven – Grenzen, die damit einhergehen, machte sie zu ihrer Stärke. Diese Haltung öffnete ihr den Blick auf die Geschichte des Kolonialismus, auf die Idee «Amerika» und natürlich die Sklaverei; indes nicht nur auf die Geschichte und ihre Bilder, sondern vor allem auf die paradoxen und widersprüchlichen Mechanismen von Machtstrukturen und deren Folgen bis heute. Das Akzeptieren des Selbst, und damit auch das Fragen nach der eigenen Identität, hatte Folgen für Walkers künstlerische Praxis und prägte die dritte grundlegende Entscheidung, das Aufgeben der Malerei.  A Black Hole Is Everything a Star Longs to Be weiterlesen

Editorial: Die Museen freuen sich auf Ihren Besuch!

Josef Helfenstein ist Direktor des Kunstmuseums Basel

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde

Mit dem Sommer kommt nun eine Zeit, die wieder mehr Normalität verspricht. Nach langen Monaten, die wir hauptsächlich zuhause verbracht haben, zurückgeworfen auf das Private, dürfen wir nun wieder auf Begegnungen hoffen, und sei es vorerst nur im kleineren Rahmen. Für uns Kulturinstitutionen bedeutet das, dass wir unsere Anliegen und Inhalte endlich wieder mit einem grösseren, hoffentlich auch internationalen Publikum teilen können. Editorial: Die Museen freuen sich auf Ihren Besuch! weiterlesen

Schweizer Medienkunst – Pax Art Awards 2020

HeK – Haus der elektronischen Künste Basel | 09.06.2021 – 15.08.2021

Die Sommerausstellung im HeK präsentiert die Preisträger*innen der Pax Art Awards 2020, Monica Studer / Christoph van den Berg, Maria Guta und Simone C Niquille mit neuen Arbeiten. Mit den Preisen für digitale Kunst ehrt und fördert die Art Foundation Pax in Zusammenarbeit mit dem HeK medienspezifische Praktiken Schweizer Künstler*innen, deren Werke Medientechnologien nutzen oder die deren Auswirkungen reflektieren. Die drei Künstler*innen werden jeweils in Einzelausstellungen vorgestellt, die parallel zu sehen sind. Von Studer / van den Bergs fiktiven Welten, erschaffen im digitalen Raum, über Gutas Reflexionen über Identität und Selbstdarstellung in den sozialen Medien bis hin zu Niquilles spielerischen, aber kritischen Auseinandersetzung mit digitalen Datensätzen setzen sich die drei Schweizer Künstler*innen mit ebenso unterschiedlichen wie wichtigen Themen auseinander. Aus verschiedenen Perspektiven stellen sie aktuelle Fragen zu Gesellschaft und Technologie und erproben mögliche Zusammenhänge und Entwicklungen.

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Editorial: Kunst ist …

Roland Wetzel ist Direktor des Museum Tinguely und Kurator der Ausstellung Lois Weinberger – Debris Field. In dieser Ausstellungsreihe treten unterschiedliche Künstler*innen in Dialog mit Jean Tinguelys Mengele Totentanz.
Roland Wetzel ist Direktor des Museum Tinguely

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde

Wir freuen uns sehr, unsere Türen wieder für Besucherinnen und Besucher zu öffnen. Kunst und Kultur leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Wohle aller – Kunst ist das Salz in der Suppe, das Schmiermittel und der Sand im Getriebe. Und manchmal darf sie auch die Kirsche auf der Torte sein. 

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Sophie Taeuber-Arp – Gelebte Abstraktion

Kunstmuseum Basel | 20.03.2021 – 20.06.2021

Die Autorin, Dr. Eva Reifert, ist Kuratorin für 19. Jahrhundert und Klassische Moderne am Kunstmuseum Basel und hat die hat die Ausstellung Kosmos Kubismus kuratiert.
Die Autorin, Dr. Eva Reifert, ist Kuratorin der
Ausstellung «Sophie Taeuber-Arp. Gelebte Abstraktion» am Kunstmuseum Basel.

Im Kunstmuseum Basel ist ab März eine Retrospektive von Sophie Taeuber-Arp mit dem Titel Gelebte Abstraktion zu sehen. Mit dieser Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Museum of Modern Art, New York, und der Tate Modern, London, entsteht, wird die Schweizer Künstlerin endlich dem internationalen Publikum vorgestellt.

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Mord, Liebe und Kunst im Herzen von Paris

Impasse Ronsin – Museum Tinguely – bis 9. Mai 2021

Adrian Dannatt ist Co-Kurator der Ausstellung

Von Adrian Dannatt

Was also ist die Impasse Ronsin? Hundert Jahre lang war diese Sackgasse im Pariser Montparnasse- Quartier die Heimat zahlreicher Künstler*innen, deren berühmtester Vertreter, Constantin Brâncuşi, von 1916 bis zu seinem Tod im Jahre 1957 hier lebte und arbeitete.
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Rodin / Arp in der Fondation Beyeler

Fondation Beyeler | 14.12.2020 bis 16.05.2021
bis 22. Januar 2021: sonntags geschlossen

Raphael Bouvier, Kurator der Fondation Beyeler

Raphael Bouvier, Kurator der Fondation Beyeler

Erstmals in einer Museumsausstellung trifft im Dialog zwischen Auguste Rodin (1840–1917) und Hans Arp (1886–1966) das bahnbrechende Schaffen des grossen Erneuerers der Bildhauerei des späten 19. Jahrhunderts auf das einflussreiche Werk eines Protagonisten der abstrakten Skulptur des 20. Jahrhunderts. Beide Künstler zeichnet eine einzigartige künstlerische Innovationskraft und Experimentierfreude aus. Sie schufen Werke, die ihre Zeit stark geprägt haben und bis heute aktuell geblieben sind.  Rodin / Arp in der Fondation Beyeler weiterlesen

Der Löwe hat Hunger … – Sammlungspräsentation

Ulf Küster, Kurator der Fondation Beyeler
Ulf Küster ist Kurator der Sammlungspräsentation
Der Löwe hat Hunger … in der Fondation Beyeler

Wie der Löwe, der sich in Henri Rousseaus Gemälde hungrig auf die Antilope wirft, verspüren auch wir in der Fondation Beyeler einen mächtigen Hunger – und zwar auf Kunst: Gerade in so schwierigen Zeiten wie diesen ist es schön, sich daran zu erinnern, wie aufregend und faszinierend Kunst ist. Die neue Sammlungspräsentation zeigt in acht Räumen eine Auswahl legendärer Gemälde und Skulpturen, allesamt Meisterwerke der klassischen Moderne oder der Gegenwartskunst. Endlich sind die ebenso ikonischen wie fragilen Scherenschnitte von Henri Matisse wieder zu sehen, darunter Nu bleu I, dessen Eleganz und Raumpräsenz einen immer wieder in Erstaunen versetzen. Zudem wird die Figurengruppe, die Alberto Giacometti Ende der 1950er-Jahre ursprünglich für die Chase Manhattan Plaza in New York konzipierte, gezeigt. Der Homme qui marche, lange Zeit auf der 100-Franken-Note abgebildet, ist Teil dieses Ensembles.

Wassily Kandinsky, Fuga, 1914, Fondation Beyeler
Wassily Kandinsky, Fuga, 1914, Fondation Beyeler

Darüber hinaus ist Louise Bourgeois, die mit Giacometti gut bekannt war und die den Skulpturbegriff erweiterte, indem sie das Unbewusste, wenn nicht sichtbar, so doch erfahrbar machte, ein eigener Raum gewidmet. Weitere Höhepunkte sind die Begegnung von Wassily Kandinsky und Paul Klee, deren aussergewöhnliche Freundschaft zum ersten Mal in der Fondation Beyeler in dieser Form gewürdigt wird. Drei sehr berührende Bilder, die Vincent van Gogh kurz vor seinem Tod malte, werden zusammen ausgestellt und treten in einen Dialog mit Werken von Paul Cézanne und Edward Hopper. Auf den Abstrakten Expressionismus richtet sich der Fokus in einem weiteren Raum, in dem Werke von Willem de Kooning, Clyfford Still und Sam Francis sowie ein grossformatiges Gemälde von Joan Mitchell präsentiert werden. Zum ersten Mal zeigen wir eine der jüngsten Neuerwerbungen in der Sammlung der Fondation Beyeler: die bewegende Klanginstallation Seven Tears von Susan Philipsz, die sich auf die gleichnamige Komposition des Shakespeare-Zeitgenossen John Dowland bezieht und sich mit den – von Tränen begleiteten – Gemütszuständen zwischen grosser Freude und tiefer Trauer beschäftigt. Zu melancholisch? Mitnichten! Melancholie steht meist am Anfang von Kreativität, und die grossartigen Werke, die nun wieder in der Fondation Beyeler zu sehen sind, zeugen davon.

Taro Izumi. ex

Museum Tinguely | bis 15. November 2020

Mit der Ausstellung ex lädt der japanische Künstler Taro Izumi (geboren 1976 in Nara, Japan) dazu ein, in seine spielerische und schalkhafte Welt einzutauchen. Izumi beobachtet unsere Lebensweise und durchleuchtet dabei unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen, zur Natur und zur Tierwelt. So entstehen vielgestaltige, nicht klassifizierbare Werke, die – ausgehend von einer einfachen Grundidee und unter Zuhilfenahme von eher bescheidenen Mitteln – mit dem Absurden spielen. Taro Izumi. ex weiterlesen

Rembrandts Orient

Westöstliche Begegnung in der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts

Kunstmuseum Basel | 31.10.2020 – 14.02.2021

Rembrandt Harmensz. van Rijns Neugierde auf alles Fremde und sein unstillbarer Appetit als Sammler waren schon zu seinen Lebzeiten legendär. Als Künstler, Sammler und Bürger kam er mit Kunstwerken, Gebrauchsgegenständen und Menschen aus allen Teilen der damals bekannten Welt in Kontakt und liess sich davon in seinem Schaffen inspirieren. Die Herbstausstellung
Rembrandts Orient im Kunstmuseum Basel | Neubau geht dieser
Ideenwelt anhand einer Auswahl von Werken des Niederländers und seiner Künstlerkollegen nach. Rembrandts Orient weiterlesen