Archiv der Kategorie: Museum Frieder Burda, Baden-Baden/D

Der König ist tot, lang lebe die Königin

Museum Frieder Burda | 13.05. – 08.10.2023

Eine Ausstellung zu unserer Zeit. – Superman wird ausgebremst und fliegt gegen die Wand, eine überdimensionale hybride Häsin bietet mütterlichen Schutz, ein Seepferdchenpaar tauscht die traditionellen Geschlechterrollen und Leidenschaft schlägt Funken: Mit ausgewählten zeitgenössischen Werken von 31 Künstlerinnen verschiedener Generationen und kultureller Einflüsse widmet sich die Ausstellung im Museum Frieder Burda ausschließlich weiblichen Positionen und deren inhaltlich breitem Spektrum. Der König ist tot, lang lebe die Königin weiterlesen

Meisterwerke der Sammlung Frieder Burda im Dialog mit künstlichen Wesen

Transformers – Meisterwerke der Sammlung Frieder Burda im Dialog mit künstlichen Wesen
bis 30.04.2023

So lebendig hat man ein Museum selten zuvor gesehen: Begegnen Sie Avataren, beweglichen, sprechenden und lernenden Menschmaschinen. Beobachten Sie den Bewegungs- und Sprachreichtum und das Reaktionsvermögen transformierter Wesen. Hören Sie einer animatronischen weissen Maus genau zu, wenn diese zu einer Kerze spricht. Lassen Sie sich von einer Figur verführen, die subjektive und objektive Reaktionen animiert, zwischen Erregung und Abstossung.

Louisa Clement, Representative, 2022
Louisa Clement, Representative, 2022

Die Automatisierung des Lebens, die Transformation unserer sozialen Lebenswelten schreitet voran. Künstliche Intelligenz und ihre Verheissungen übernehmen das Regiment und erschaffen lebensähnliche Daseinsformen. Der Mensch forciert den Fortschritt – und steht dabei längst an der Schwelle zu seiner eigenen Ersetzbarkeit. Das Museum Frieder Burda wagt mit der Ausstellung Transformers ein Experiment und verwandelt sich in eine hybride und utopische Versuchsanordnung. Meisterwerke der Sammlung Frieder Burda im Dialog mit künstlichen Wesen weiterlesen

Margaret und Christine Wertheim – Wert und Wandel der Korallen

Museum Frieder Burda | 29.01.2022 – 26.06.2022

Korallenriffe auf der ganzen Welt werden durch die globale Erwärmung zerstört. Als Reaktion auf diese Umwelttragödie haben die beiden in Australien geborenen und in Kalifornien lebenden Künstlerschwestern Margaret und Christine Wertheim ein Werk geschaffen, das auf den Mitteln traditioneller Handarbeitstechniken basiert: Ihre gehäkelten Korallenriffe schillern und wuchern in Farben und Formen, die vom australischen Great Barrier Reef inspiriert sind.  Margaret und Christine Wertheim – Wert und Wandel der Korallen weiterlesen

Die Bilder der Brüder

Eine Sammlungsgeschichte der Familie Burda

Museum Frieder Burda | 12.05.2020 – 04.10.2020

Die Familie Burda und die Kunst – eine leidenschaftliche Beziehung. Aber wie fing eigentlich alles an? Was die Eltern Aenne und Franz Burda sammelten, förderte früh die Begeisterung der drei Brüder Franz, Frieder und Hubert für die Kunst. Eine Leidenschaft fürs Leben entstand. Die Bilder der Brüder weiterlesen

Die amerikanische Sicht in Baden-Baden

America! America!
How real is real?
09.12.2017 – 27.05.2018
Museum Frieder Burda

Mythen, Projektionen, Sehnsüchte: In Zeiten von «Fake News» und «Alternative Facts» wird deutlich, wie sehr der amerikanische Traum mit emotional aufgeladenen Bildern und Symbolen verwoben ist. Zugleich ist sich wohl kaum eine andere Nation der Wirkungskraft von Bildern so bewusst. Die Images des «American Way of Life», die in den Medien und der Unterhaltungsindustrie produziert werden, können bestehende Machtverhältnisse und Vorstellungen von Wirklichkeit zementieren, aber auch radikal infrage
stellen.

Andy Warhol, Most Wanted Men No. 6, Thomas Francis C. (Front View), 1963, Sammlung Froehlich, Stuttgart
Andy Warhol, Most Wanted Men No. 6, Thomas Francis C. (Front View), 1963, Sammlung Froehlich, Stuttgart

Mit rund 70 Meisterwerken der US-Gegenwartskunst, wie Andy Warhols Race Riot (1964), Jeff Koons lebensgrosser Skulptur Bear and Policeman (1988) oder Jenny Holzers Leuchtschriftinstallation Truisms (1994) zeigt America! America! How real is real?, wie Künstler von den 1960er-Jahren bis heute die amerikanische Realität kommentieren. Mit Werken aus der Sammlung Frieder Burda und zahlreichen hochkarätigen Leihgaben lädt die Schau zu einer Exkursion durch die visuelle Kultur Amerikas ein.
Schon die Stars der Pop Art wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder James Rosenquist transformieren die Oberflächen der Konsumkultur in eine Kunst, die von ungeheurer Verführung und kühler Distanz spricht. Indem sie die Methoden der kommerziellen Bildproduk­tion übernehmen, verabschieden sie sich von den traditionellen Vorstellungen von Authentizität. Das Gefühl von Entfremdung verkörpern auch die Werke der grossen US-Maler der 1980er. Die psychologisch aufgeladenen Leinwände von Eric Fischl, die hermetischen Szenen von Alex Katz, die riesigen Film-Noir-artigen Grafitzeichnungen von Robert Longo sezieren die Träume und Ängste einer verunsicherten weissen Mittelschicht. Zur selben Zeit erobern Künstler wie Jeff Wall oder Cindy Sherman die Szene, die unsere medial geprägte Wahrnehmung kritisch reflektieren. Sie werden zu Vorbildern für nachfolgende Generationen. Mit den Strategien der Konzeptkunst, Performance und Fotografie schaffen sie Bildwelten, in denen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Inszenierung zerfliessen: How real is real?

Rodney Graham – Spiel mit Mythen der Kunst

Rodney Graham. Lightboxes
08.07.2017 – 26.11.2017
Museum Frieder Burda

Wie kaum ein anderer Gegenwartskünstler hat sich der Kanadier Rodney Graham (*1949) auf die Spuren der Lebenswelten des 19. und 20. Jahrhunderts begeben. Dabei arbeitet er seit den 1970er- Jahren an einem rhizomartigen, konzeptionellen Werk, das immer wieder neue Zeit- und Genresprünge wagt. In seinem Schaffen verknüpft er Film, Fotografie, Installation, Performance, Malerei, Literatur und Musik. Graham appropriiert Stile, Moden und Diskurse von der Romantik bis zur Postmoderne, um sie mit leiser Ironie zu kommentieren, weiterzudenken, umzuschreiben. Seine Inspirationsquellen reichen von Grössen wie Sigmund Freud, Richard Wagner oder Edgar Allan Poe bis zu Pop-Heroen wie Kurt Cobain. Rodney Graham – Spiel mit Mythen der Kunst weiterlesen