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BANG BANG – Translokale Performance Geschichte:n

Museum Tinguely
08.06.2022 – 21.08.2022

Einen ganzen Sommer lang wird die Performance Kunst im Museum Tinguely mit BANG BANG – translokale Performance Geschichte:n gefeiert. Die prozessorientierte Ausstellung stellt die Schweizer Performance-Landschaft, ihre Protagonistinnen und Netzwerke ins Zentrum und präsentiert zugleich ein reiches und vielseitiges internationales Programm. Über Videoinstallationen, Performances, Fotos, Texte und Diskussionen wird die unglaublich vielfältige Geschichte dieses Mediums aufgefächert. Es ist ein einmaliges Kaleidoskop, welches hier ausgebreitet wird. 

Madison Bycroft, uncommitted barnacle, 2021
Madison Bycroft, uncommitted barnacle, 2021

BANG BANG zeichnet eine Kartografie der Performance Kunst, um die beweglichen Konturen dieser Disziplin neu zu verhandeln. Als Festival der Performance-Kunst ist BANG BANG in Themenfelder gegliedert. Diese verschränken an sieben Wochenenden Live-Performances, Gespräche und Präsentationen und verbinden Publikum, Künstler:innen,
Forscher:innen, die Öffentlichkeit und das Museum. Direkt erlebbar, spektakulär oder unmerklich wird BANG BANG im Museum Tinguely und umliegenden Solitude-Park stattfinden und vom 8. Juni bis
21. August 2022 dazu einladen, die unterschiedlichen Dimensionen der Performance-Kunst zu entdecken.

Die Ausstellung will fliessend und wandelbar sein, soll nicht abschliessende historische Antworten liefern, sondern möchte die aktuellen Fragen des Genres öffentlich zur Diskussion stellen. An den Schnittstellen verschiedener künstlerischer Bereiche ist die Performance zu einem bevorzugten Medium mehrerer Generationen von Künstler:innen geworden. Diese heute sehr präsente Kunstform ermöglicht den augenblicklichen Ausdruck von ästhetischen, gesellschaftlichen und politischen Forderungen. Die von Natur aus experimentelle Performance Kunst kann provokant und laut oder dezent und kaum greifbar sein. Sie ist eine vergängliche Form der Kunst, unvorhersehbar und unglaublich lebendig. 

Madison Bycroft, uncommitted barnacle, 2021
Madison Bycroft, uncommitted barnacle, 2021

Zur Auffächerung dieser verschiedenen Dimensionen der Performance-Kunst werden die Kapitel, in die sich das Festival BANG BANG gliedert, über den ganzen Sommer hinweg erforscht und diskutiert. Jedes dieser Themenkapitel bildet somit auf seine Weise ein Gerüst für die Ausstellung, ist aber keineswegs ein enges Korsett. Im Wesentlichen zeichnen sie die rhizomartigen Konturen einer schwer fassbaren Praxis nach.

1 – «Saga»
(Blick zurück) 

11. bis 12. Juni 2022

Obwohl die Performance ein junges Medium ist, hat sie bereits viel(e) Geschichte(n) geschrieben. In diesem Kapitel betrachten wir die Performance-Kunst als Schmelztiegel von Impulsen und Strömungen aus diversen Richtungen und Kulturen, aus Momenten der Vergangenheit und einer Geschichte der Kunst und ihrer Formen – ein Flechtwerk verschiedener Inspirationen, das heute ein reiches Erbe und einen fruchtbaren Boden für generationenübergreifende Dialoge darstellt. 

2 – «Ausbruch aus den Medien»
(ästhetische Praxen, Hybridisierung) 

17. bis 19. Juni 2022

Die Performance-Kunst ist eine Grenzgängerin zwischen den Disziplinen, verschiedenen Genres und einer Vielzahl von Quellen und Medien. Visuelle Kunst, Theater, Tanz, Musik und Literatur, aber auch Kabarett und Zirkus, Videos und Installationen sowie Objektkunst und Malerei können unter ihrem Dach verschmelzen, sich in ihr verlieren und sich zu Neuem fügen. Sie macht die Grenzen zwischen den Genres durchlässig, ermöglicht das Beleuchten von Fragen der Fluidität und spielt mit der Hybridität des Körpers, fruchtbaren Diskrepanzen, dem Lachen und Kostümierungen. In diesem medialen Crossover verwandelt sich die Performance-Kunst, erfindet sich ständig neu und entfaltet, indem sie sich von den Konventionen der Genres löst, eine kritische und poetische Kraft.

3 – «Zur radikalen Gleichwertigkeit von Erfahrungen»
(Queer, Choreopolitics) 

24. bis 26. Juni 2022

Im Zentrum dieses Themenfelds steht die Frage des Orts, von dem aus man sich äussert. Von wo aus sprechen wir vom «ich» oder vom «wir»? Und wie beeinflusst der Kontext – Gesellschaft, Architektur, Institutionen, Familie, Schule, Gendernormen, Arbeitsumfeld – unsere Empfindungen, unsere Körpersprache, unsere Haltung und unser Handeln?

4 – «Flüchtige Tat»
(Politik, Aktivismus, Feminismus)

1. bis 3. Juli 2022

Diese Thematik beschäftigt sich mit der Frage des Gemeinsamen, des Kollektivs, des öffentlichen Raums und damit auch des Aktivismus, des Informationsflusses und der Medien. Die Performance-Kunst hinterfragt unsere Beziehung zum Politischen und kann zu einer Quelle der Irritation und einem Ort der Subversion und der Grenz-
überschreitungen werden, um so die Forderung nach Selbstermächti-
gung zu erheben.

5 – «Soziale Eleganz»
(Freundschaft, Szenen, Netzwerke) 

5. bis 7. August 2022 

Netzwerke, Kollektivität und Gemeinschaft sind die Kernpunkte dieses Kapitels im Zeichen der Freundschaften und des gemeinsamen Wirkens. Ist die Performance nicht de facto eine Kunst des Zusammenseins, des Kollektiven und der Interaktion? Der Austausch von Ideen, das Bündeln von Kompetenzen, die Bildung eines Teams: Solche Aspekte stehen im Mittelpunkt des kreativen Schaffens, das insbesondere auf (kuratorischen, künstlerischen und historischen) Netzwerken und geteilten Einflüssen beruht.

6 – «Direktübertragung»
(Situation, Rezeption) 

12. bis 14. August 2022

Beleuchtet wird hier die direkte Erfahrung des Kunstwerks durch die gleichzeitige Anwesenheit von Künstler:innen und Zuschauer:innen während einer Performance. Kunstschaffende und Publikum teilen sich dieselbe Zeit und denselben Raum, der von allen Anwesenden gemeinsam wahrgenommen wird. Diese Kopräsenz verleiht den Zuschauer:innen eine besondere Rolle: Sie werden Zeugen eines zwar vergänglichen, aber in ihren Erinnerungen nachhallenden Werks. Die zeitliche und räumliche Nähe zwischen Publikum und Künstler:in macht die Performance zu einem einzigartigen künstlerischen Medium.

7 – Freckly Night
(Schillernde Momente zwischen Vergangenheit und Zukunft)

19. bis 21. August 2022 

Den Abschluss unseres Ausstellungsprojekts bildet eine Zelebrierung dessen, was Performance ist, war und sein (oder nicht sein) kann. Im Zeichen von Sinnlichkeit, Energie, Humor und Kollektivität feiern wir gemeinsam die lebenden Künste und würdigen sie mit Konzerten, Performances und Shows.

Verein Performance Chronik Basel/Revolving Histories Projekt:
Muda Mathis, Chris Regn, Andrea Saemann, Lena Eriksson
Projektteam Museum Tinguely: Séverine Fromaigeat, Kuratorin

Picasso – El Greco

Kunstmuseum Basel | 11.06.2022 – 25.09.2022 

Das Kunstmuseum Basel beleuchtet in einer grossen Sonderausstellung die Auseinandersetzung Pablo Picassos (1881–1973) mit dem auf Kreta geborenen Altmeister Doménikos Theotokópoulos, besser bekannt als El Greco (1541–1614). Rund 30 Paarungen von Meisterwerken beider Künstler zeichnen diesen Dialog nach, der zu den faszinierendsten der Kunstgeschichte zählt. 

Pablo Picasso. Evokation (Das Begräbnis Casagemas'), 1901
Pablo Picasso. Evokation (Das Begräbnis Casagemas‘), 1901

Pablo Picasso hat den Lauf der europäischen Kunstgeschichte mehrfach entscheidend geprägt. International gibt es kaum einen bekannteren und besser erforschten Künstler. Trotzdem ist in seinem Werk noch immer Neues zu entdecken. So ist bekannt, dass Picassos Begeisterung für El Greco deutliche Spuren in seinen Werken hinterlassen hat. Dabei wird jedoch meist auf seine frühen Schaffensphasen bis zur Blauen Periode verwiesen. Picasso – El Greco schlägt dagegen eine Lesart vor, nach der seine Beschäftigung mit El Greco nicht nur deutlich intensiver als bisher angenommen ausfiel, sondern auch deutlich länger anhielt: Ausgeprägte Bezüge sind ebenso bei seinen kubistischen Gemälden wie bei solchen aus allen späteren Schaffensperioden erkennbar. 

El Greco (Theotokopoulos, Domenikos), Die Anbetung des Namen Jesu, um 1577/79
El Greco (Theotokopoulos, Domenikos), Die Anbetung des Namen Jesu, um 1577/79

El Greco, der 1541 auf Kreta geboren wurde und nach zehnjährigem Aufenthalt in Venedig und Rom in den späten 1570er-Jahren nach Spanien kam, brachte es zu Lebzeiten mit seiner einzigartigen Malweise zu beachtlichem Ruhm. Bald nach seinem Tod geriet er jedoch in Vergessenheit. Erst im 19. Jahrhundert und erneut um die Wende zum 20. Jahrhundert kam es zu einer El-Greco-Renaissance, die Künstler:innen in ganz Europa erfasste. 

Picassos Interesse am griechischen Altmeister erwachte bereits am Ende des 19. Jahrhunderts, als sich seine Familie 1896 in Barcelona niederliess. Dort bewegte sich der angehende, erst 15-jährige Maler im Umkreis aufgeschlossener Künstler:innen, die bei der Rehabilitierung des in Vergessenheit geratenen El Greco eine führende Rolle spielten. 1898 verlor Spanien den Spanisch-Amerikanischen Krieg und damit seine letzten bedeutenden Kolonien. Als Reaktion auf den geopolitischen Niedergang der ehemaligen Kolonialmacht orientierten sich viele Kunst- und Kulturschaffende am sogenannten «Sig-lo de Oro», dem «Goldenen Zeitalter» Spaniens vom späten 16. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. In der von Nationalismus und Identitätssuche geprägten Zeit um 1900 spielten die Maler der spanischen Schule – mit El Greco, Diego Velázquez und Francisco de Goya als
Exponenten – eine zentrale Rolle. 

El  Greco war als einer der grossen Individualkünstler der europäischen Malereigeschichte zutiefst unkonventionell, nicht zuletzt, weil er infolge seiner Biografie drei verschiedene Traditionen (die griechisch-byzantinische, die venezianische und die spanische) in seinem Werk verarbeitete und daraus seine singuläre Bildsprache entwickelte. Zur bis heute anhaltenden Faszination trägt auch der Mangel an aussagekräftigen Dokumenten zu seinem Leben und Werk bei. Mit seiner legendenumwobenen Persönlichkeit war er eine ideale Projektionsfläche für gegen den Akademismus rebellierende Künstler.

Mondrian Evolution

Fondation Beyeler

05.06.2022 – 09.10.2022

Die Ausstellung in der Fondation Beyeler zeigt die Entwicklung Piet Mondrians vom Landschaftsmaler zu einem der führenden Protagonisten der Moderne.
Anlässlich seines 150. Geburtstags widmet die Fondation Beyeler dem niederländischen Maler Piet Mondrian (1872–1944) eine gross angelegte Ausstellung. Als einer der bedeutendsten und vielseitigsten Protagonisten der Moderne hat Mondrian die Entwicklung der Malerei von der Figuration zur Abstraktion massgeblich geprägt. Der runde Geburtstag Piet Mondrians fällt mit dem 25-jährigen Bestehen der Fondation Beyeler zusammen, in deren Sammlung sich sieben Werke des Künstlers befinden – mehr als in jedem anderen Museum in der Schweiz. Mit 89 Werken aus allen Schaffensphasen gewährt Mondrian Evolution einen umfassenden Überblick über seine fünf Jahrzehnte umspannende Karriere und sein facettenreiches Œuvre. Die Ausstellung bietet die seltene Gelegenheit, Mondrian, der nicht nur die Kunst des 20. Jahrhunderts, sondern etwa auch Design, Architektur, Mode und Popkultur wesentlich beeinflusste, auf eine neue Weise zu entdecken und kennenzulernen. Es ist die erste umfangreiche Einzelausstellung des Künstlers in der Schweiz seit 50 Jahren. Mondrian Evolution weiterlesen

Plastik. Die Welt neu denken

Vitra Design Museum | 26.03.2022 – 04.09.2022

Eine Ausstellung des Vitra Design Museums, V&A Dundee und maat, Lissabon 

Plastik prägt unseren Alltag wie kaum ein anderes Material: von der Verpackung bis zum Turnschuh, vom Haushaltsgerät bis zum Möbel, von Autos bis zur Architektur. Jahrzehntelang haben Kunststoffe die Vorstellungskraft von DesignerInnen und ArchitektInnen beflügelt, sie standen für unbeschwerten Konsum und revolutionäre Neuerungen. Doch diese Zeiten sind vorbei, die Folgen des Kunststoff-Booms drastisch sichtbar geworden. Mit Plastik.
Die Welt neu denken
untersucht das Vitra Design Museum die Geschichte, Gegenwart und Zukunft eines kontroversen Materials – vom rasanten Aufstieg der Kunststoffe im 20. Jahrhundert über ihren verheerenden Einfluss auf die Umwelt bis hin zu Lösungsansätzen für einen nachhaltigeren Umgang mit Plastik. Die Ausstellung beginnt mit einem Rückblick auf wichtige Kunststoffvorläufer, von denen viele noch auf pflanzlichen und tierischen Rohstoffen basierten. 

Der erste vollsynthetische Kunststoff wurde 1907 von Leo Baekeland erfunden, trug den Namen Bakelit und galt schon bald als «Material der unbegrenzten Möglichkeiten»: aufgrund seiner guten Isoliereigenschaften war Bakelit für Lichtschalter, Steckdosen, Radios oder Fernseher beliebt und spielte damit eine zentrale Rolle bei der Elektrifizierung des Alltags.

Ab den 1920er-Jahren nahm die rasant wachsende petrochemische Industrie eine führende Rolle ein. Auch der Zweite Weltkrieg trieb die Entwicklung von Kunststoffen voran – so wurden etwa Plexiglas für Flugzeugcockpits und Nylon als Material für Fallschirme erstmals in grossem Massstab verarbeitet. Nach 1945 zogen diese Materialien in den Haushalt ein, etwa in Form von Plastikgeschirr und Tupperware, Spielzeug oder Nylon-Strumpfhosen. Mit der zunehmenden Faszination für die Raumfahrt rückte einige Jahre später das utopische Potenzial von Plastik in den Vordergrund, das sich in futuristischen Formen und neuen Wohnkonzepten widerspiegelte. Beispiele in der Ausstellung dafür sind Eero Aarnios Ball Chair (1963), Gino Sarfattis Moon Lamp (1969) oder das Toot-a-Loop (1971), ein Kunststoffarmring mit integriertem Radio. 

Durch die Ölkrise 1973 wurde Erdöl als Basis für die meisten Kunststoffe kurze Zeit knapp und teuer, der Plastikboom wurde dadurch aber nur kurzfristig gedrosselt. Während die globale Kunststoffproduktion schon bald wieder rasant anstieg, setzte sich erst langsam ein Bewusstsein für die Vermeidung oder die Wiederverwendung von Plastik durch. DesignerInnen wie Jane Atfield zählten in den 1990er- Jahren zu den Ersten, die mit recycelten Kunststoffen arbeiteten und daraus eine neue Ästhetik ableiteten. 

Wie können wir die globale Plastikmüllkrise bewältigen? Welche Rolle kann dabei – neben der Industrie, den KonsumentInnen und der Politik – das Design spielen? Die Ausstellung stellt Projekte wie The Ocean Cleanup vor, die Plastikabfälle aus Flüssen und Weltmeeren filtern sollen. Ein weiteres zeitgenössisches Beispiel ist der REX Chair von Ineke Hans, der vom Hersteller nach Gebrauch zurückgenommen, falls möglich repariert und ansonsten wieder recycelt wird. Dass es dabei nicht nur um einzelne Produkte, sondern um das Design ganzer Kreislaufsysteme geht, zeigt die Ausstellung auch anhand der gewöhnlichen Trinkflasche. In der Vitra Design Museum Gallery können die BesucherInnen in einem interaktiv angelegten Raum Recycling-Kreisläufe kennenlernen und anhand des Projekts Precious Plastic des Designers Dave Hakkens erleben, wie wertvoll und inspirierend recycelter Plastik als neuer Rohstoff sein kann. 

Heute arbeiten viele ForscherInnen und DesignerInnen an Materialien, die nicht aus fossilen, sondern aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, besser abbaubar sind und oft als Bioplastik bezeichnet werden. So forscht etwa das britische Start-up Shellworks an der Produktion von Kunststoffen durch Bakterien.

Die Zusammenschau zeichnet ein kritisches, aber auch differenziertes Bild des Materials. Eine einfache Patentlösung wird es aber auch so nicht geben, vielmehr wird es um die Kombination vieler wirksamer und konsequenter Veränderungen gehen. Umso wichtiger ist das Verständnis für das grosse Ganze, das die Ausstellung vermitteln will: wie wir in die Abhängigkeit von Kunststoffen geraten sind, wie wir uns daraus befreien und wie wir Kunststoffe intelligenter und nachhaltiger nutzen können..

Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation. 

256 Seiten, ca. 180 Bilder, 49,90 € (Deutscher Ladenpreis)

www.design-museum.de/shop

Pax Art Awards

Die Art Foundation Pax feiert ihr Fünf-Jahre-Jubiläum

Die Art Foundation Pax mit Sitz in Basel ist eine unabhängige Stiftung zur Förderung der digitalen und medienbasierten Kunst der Schweiz und wird finanziell unterstützt von Pax. Ende 2017 ins Leben gerufen, vergibt sie seit 2018 jährlich die Pax Art Awards. Neben Nicolas C. Bopp, Präsident des Stiftungsrats, fungieren Sabine Himmelsbach, Direktorin des HEK (Haus der elektronischen Künste) sowie Fausto De Lorenzo, De Lorenzo Museumsmanagement Basel, als Stiftungsräte.

Wie sind Sie mit der Art Foundation Pax zur Medienkunst gekommen?

Nicolas C. Bopp: Wie bei vielen erfolgreichen Unternehmungen auch, hat hier der Zufall eine Rolle gespielt. Nachdem ich 2014 den Auftrag erhielt, mich mit der Pax-eigenen Kunstsammlung zu beschäftigen, habe ich gemerkt, dass Sammlung und Sammlungstätigkeit noch klarer fokussiert werden sollten. Infolgedessen habe ich Gespräche geführt, unterschiedliche Meinungen angehört und bin dabei auch in Kontakt mit Fausto De Lorenzo gekommen. Er hat mir den Impuls dafür gegeben, mich mit der digitalen Kunst zu beschäftigen. Die vielfältige und dynamische Auseinandersetzung der Künstler:innen mit den medientechnologischen Veränderungen unserer Zeit hat mich fasziniert. Sowohl Veränderung als auch Dynamik liessen sich vollumfänglich auf die Unternehmenskultur von Pax übertragen, und so kam es zu dem Entscheid für den Aufbau einer Medienkunstsammlung. 

Als noch junge Stiftung feiern Sie bereits das erste Jubiläum – 5 Jahre Pax Art Awards. Was hat Sie zur Etablierung der Awards bewogen?

NB: Pax hat sich der Kulturförderung aufgrund seines genossenschaftlichen Ursprungs verschrieben, dabei spielt die Nachhaltigkeit eine grosse Rolle. Die Förderung von Nachwuchskünstler:innen ist uns dabei genauso wichtig wie die Ehrung von Künstler:innen, die über viele Jahre die Schweizer Medienkunstszene nachhaltig geprägt haben. Im Bereich der Schweizer Medienkunst gab es bislang keine Preisvergabe und finanzielle Unterstützung – wir konnten damit eine Leerstelle füllen.

Die Pax Art Awards sind eng mit dem HEK verbunden. Sowohl die Preisverleihung als auch die Ausstellung der Preisträger:innen finden im HEK statt. Warum dieses Doppelpack?

NB: Fachexpertise ist uns in der Stiftungsarbeit sehr wichtig. Mit dem HEK haben wir die Spezialisten auf dem Gebiet der Medienkunst in unmittelbarer Nähe, da lag eine Zusammenarbeit nahe. Die Künstler:innen, die während der Art Basel mit den Awards ausgezeichnet werden, erhalten im Frühjahr darauf eine Ausstellung. Hier sind wir froh, dass wir das kuratorische Wissen und die Ausstellungsräume vom HEK nutzen können. 


Sabine Himmelsbach:
Zu unseren Aufgaben gehört es, Schweizer Medienkunst zu zeigen und zu vermitteln und Künstler:innen eine Bühne für ihr Schaffen zu bieten. Durch die Pax Art Awards können wir ihnen nicht nur eine Bühne bieten, sondern sie auch in der Produktion neuer Werke unterstützen. Das Preisgeld und die Produktionsunterstützung ist eine substanzielle Förderung, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Schweizer Medienkunstszene haben wird.

«Medienkunst steht für
installative Arbeiten,
Virtual Reality, Videos,
Hologramme, Performances und netzbasierte Technologien gleichermassen.»
Sabine Himmelsbach

Medienkunst ist eine der jüngeren Kunstrichtungen, können Sie uns die Gattung kurz erklären?

SH: Kunst entsteht in der Auseinandersetzung mit unserer Lebenswelt, und so ist es ganz selbstverständlich, dass Künstler:innen die Werkzeuge unserer Zeit, den Computer und die Algorithmen der digitalen Welt, für ihre Praxis anwenden und damit neue Bild- und Klangwelten schaffen und uns gleichzeitig neue Perspektiven auf die radikalen Umwälzungen unserer Zeit ermöglichen. Medienkunst kann unterschiedliche Formen annehmen: Sie steht für installative Arbeiten, Virtual Reality, Videos, Hologramme, Performances und netzbasierte Technologien gleichermassen.

Warum ist die spezifische Förderung von Medienkunst wichtig?

SH: Aktuelle Trends zeigen, dass das Digitale in der Kunst stärker in den Vordergrund gerückt ist. Einerseits brachte die Pandemie einen Digitalisierungsschub mit sich, den man vorher in dieser Schnelle nicht für möglich gehalten hätte. Ausstellungen können auch online stattfinden. Andererseits befinden wir uns gerade in einem regelrechten Hype um digitale Kunst, wenn man beispielsweise die Sensationserfolge von NFTs (Non-Fungible-Tokens) anschaut. Die Reflexion des Digitalen ist aus der Kunst nicht mehr wegzudenken. Diesen neuen Entwicklungen soll mit der Förderung nachgespürt werden und gleichzeitig sollen auch bereits etablierte Positionen im Bereich der Medienkunst mit den Preisen Beachtung und Würdigung finden. 

Schöner trinken – Barockes Silber aus einer Basler Sammlung

Historisches Museum Basel

10.06.2022 – 29.01.2023

Wie lässt sich Wasser in Wein verwandeln? Womit zaubert man besondere Düfte auf die Festtafel? Kann man überhaupt
«schöner trinken»? Die Sonderausstellung stellt eine der bedeutendsten Privatsammlungen barocker Silberobjekte in der Schweiz erstmals der Öffentlichkeit vor. Sie gibt reizvolle Einblicke in die Vielfalt von Trinkgefässen sowie deren Herstellung und Verwendung. 

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Carlo Borer – Sleeping with the Gods

Kulturstiftung Basel H. Geiger
5. Mai bis 10. Juli 2022

So wie die Natur die Fähigkeit zur Rückeroberung des menschlichen Lebensraums hat, so werden Carlo Borers raumfüllende Installationen sich unter dem Titel «Sleeping with the Gods» den Ausstellungsraum der Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G vom 5. Mai bis 10. Juli einverleiben. Die unterschiedlichen Installationen und organischen Formen der eigens für den Ausstellungsraum entworfenen und in einem hochkomplexen Verfahren angefertigten Arbeiten aus poliertem Edelstahl sind dabei bis auf den Bruchteil eines Millimeters präzise kalkuliert. Jede Verjüngung oder Erweiterung der Form speist sich aus Meilensteinen auf der Zeitleiste der Evolutionsgeschichte. Einerseits aus Daten der Bevölkerungsentwicklung der Erde, gestützt auf Modellierungen der Uno, oder aus der dramatischen Regression der Artenvielfalt im Tierreich. Eine formschöne, wie auch eindringliche künstlerische Demonstration, wie beides in Zusammenhang steht.

Carlo Borer nennt sich selbst Objektbauer und schafft Kunst mit modernsten Mitteln. Die angewandten Techniken und Materialien stammen meist aus der Industrie. Bestimmend sind die Komponenten Formgebung, Material und Wirkung sowie seine Herangehensweise analog einem Forscher im Labor. Seine Ideen trägt er meist lange mit sich, bevor er ihnen mit Unterstützung komplexer Software Gestalt verleiht. In der Umsetzung holt er sich nationale und internationale Spezialisten zur Hilfe, die ihn bei der Umsetzung seiner Visionen unterstützen.

Ausstellungsansicht “POP 4” SLEEPING WITH THE GODS, Kulturstiftung Basel H. Geiger I KBH. G, 2022
Ausstellungsansicht “POP 4” SLEEPING WITH THE GODS, Kulturstiftung Basel H. Geiger I KBH. G, 2022

Bevölkerungswachstum und Artensterben
Die Entwicklung der Menschheit, das Tempo, in welchem der Mensch sich auf der Erde ausbreitet und die Skrupellosigkeit, mit der er sie ausbeutet, treibt den Künstler Carlo Borer um. Andererseits ist er vom technologischen Fortschritt und den damit verbundenen Entwicklungen fasziniert. Sie dienen ihm als Grundlage für seine Arbeit, in welcher er aus komplexen wissenschaftlichen Daten mittels CAD- Programmen (Computer-Aided Design) aussergewöhnliche Kunstkörper schafft. Für den Künstler kein Widerspruch, aber so sagt er: „Wir sind neben den Insekten die erfolgreichsten Lebewesen der Erde, aber ich befürchte, dieser Erfolg wird auch unser Verderben sein.“ So steht das Hauptwerk der Ausstellung für die schiere Anzahl an Menschen, die auf unserem Planeten leben. Rein materiell oder grobstofflich gesehen sind wir Biomasse, die ständig zunimmt und dadurch andere Lebewesen aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt, sie ausrottet und die Natur zerstört. Für Raphael Suter, Direktor der Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G dennoch kein Grund zur Hoffnungslosigkeit: „Wir haben das Wissen und die Fähigkeit, unser Handeln zu hinterfragen und müssen es grundlegend ändern. Wenn die Kunst und unsere Ausstellung hierzu einen Denkanstoss liefern kann, sehen wir darin eine wichtige Aufgabe unserer Kulturstiftung.“

Zerstörerische Maschinen und Fragmente eines schutzlosen Planeten

Ausstellungsansicht “Reconstruction” SLEEPING WITH THE GODS, Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G, 2022
Ausstellungsansicht “Reconstruction” SLEEPING WITH THE GODS, Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G, 2022

Der Erstkontakt der Besucher:innen mit der Welt von Carlo Borer erfolgt über die Figur „Digger“, einer unheimlichen Konstruktion zwischen Alien und Abbaumaschine, wie man sie aus dem Tagebau kennt. Sie ist Sinnbild für die Ausbeutung der Natur durch den Menschen und nimmt eine mögliche Verselbstständigung, die für ihre Schöpfer nicht mehr kontrollierbar ist, vorweg. Dahinter folgt in einem zweiten Ausstellungskomplex eine Installation, die einen Teil der Mondlandschaft, basierend auf Daten der NASA, eins-zu-eins wiedergibt, lediglich in fragmentierter Form. Der Mond steht für Borer als Sinnbild eines toten Planeten. In der hier gezeigten Form hat er sich in seine Bestandteile aufgelöst, dient der Wissenschaft lediglich noch als forensisches Forschungsobjekt, dessen Zerstörung mit derselben rationalen Akribie untersucht wird, wie die Trümmer eines Flugzeugwracks. Beide eint der Wunsch, retrospektiv zu verstehen, ob Mensch oder Technik Schuld am Desaster tragen.

Bevölkerungsentwicklung als begehbare Statistik
Das Zentrum von „Sleeping with the Gods“, bildet eine raumfüllende Installation, welche den gesamten hinteren Bereich des Ausstellungsraumes ein- und übernimmt (Bild ganz oben). Der Raum wird so zu einer dreidimensionalen, begehbaren Statistik. Um sie lesen zu können, muss man sich die gesamte Raumhöhe als Zeitachse von 1700 bis heute vorstellen. Der Boden repräsentiert also die Zeit vor rund 320 Jahren. Daraus erheben sich verschiedene, unterschiedlich hohe grasbewachsene Konen, die sich nach oben in der Zeitachse stetig verjüngen, bis sie zum Teil ihr Ende finden. In ihrer Mitte erhebt sich ein mächtiger, hochglanzpolierter Edelstahl-Konus, der sich umgekehrt proportional entwickelt, gleich einem statischen Wirbelsturm immer mehr an Volumen und Macht gewinnt. Er steht für die rasante Bevölkerungsentwicklung, die grasbewachsenen, endlichen Konen für die verschiedenen Tierarten, welche in der Zeit der grössten menschlichen Eingriffe in die Natur erst dezimiert und schliesslich ausgerottet wurden. Den verschiedenen Tierarten wird in Neonschrift sinnbildlich eine Gedenktafel gesetzt. Schriftgebend ist dabei die 91jährige Mutter des Künstlers, welche die Namen fein säuberlich vorgeschrieben hat.

Täglich (ausser Dienstag) 11h bis 18h oder nach Vereinbarung – Eintritt und Katalog sind kostenlos. Die Katalogpublikation erfolgt Anfang Juni 2022, da die Hauptinstallation erst zum Ausstellungsbeginn fertiggestellt wurde.

Louise Bourgeois x Jenny Holzer

Kunstmuseum Basel | 19.02.2022 – 15.05.2022 

Die Autorin Anita Haldemann ist Co-Kuratorin der Ausstellung «Louise Bourgeois x Jenny Holzer» am Kunstmuseum Basel. 
Die Autorin Anita Haldemann ist Co-Kuratorin der Ausstellung «Louise Bourgeois x Jenny Holzer» am Kunstmuseum Basel.

In der Ausstellung Louise Bourgeois x Jenny Holzer kommt es zu einer aussergewöhnlichen Begegnung von zwei der bedeutendsten Künstlerinnen der vergangenen fünfzig Jahre. Das Kunstmuseum Basel hat der Amerikanerin Jenny Holzer (* 1950) eine Carte blanche gegeben, Louise Bourgeois aus ihrer ganz persönlichen Perspektive vorzustellen. Sie tut dies mit vielen bisher unbekannten Werken.  Louise Bourgeois x Jenny Holzer weiterlesen

Margaret und Christine Wertheim – Wert und Wandel der Korallen

Museum Frieder Burda | 29.01.2022 – 26.06.2022

Korallenriffe auf der ganzen Welt werden durch die globale Erwärmung zerstört. Als Reaktion auf diese Umwelttragödie haben die beiden in Australien geborenen und in Kalifornien lebenden Künstlerschwestern Margaret und Christine Wertheim ein Werk geschaffen, das auf den Mitteln traditioneller Handarbeitstechniken basiert: Ihre gehäkelten Korallenriffe schillern und wuchern in Farben und Formen, die vom australischen Great Barrier Reef inspiriert sind.  Margaret und Christine Wertheim – Wert und Wandel der Korallen weiterlesen

Gabriele Münter. Pionierin der Moderne

Zentrum Paul Klee | 29.01.2022 – 08.05.2022

Als Mitglied der legendären Künstlergruppe Der Blaue Reiter zählt Gabriele Münter zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne. Die erste umfassende Retrospektive in der Schweiz zeigt nebst Gemälden, Drucken und Zeichnungen auch einen Teil ihres fotografischen Werks.

Die Künstlergruppe Der Blaue Reiter verbinden die meisten mit den Malern Franz Marc und Wassily Kandinsky. Dass auch deren beider Partnerinnen, Maria Marc und Gabriele Münter, massgeblich an der Umsetzung des Almanachs beteiligt waren, war lange Zeit weitgehend unbekannt. Auch Gabriele Münters eigenes künstlerisches Werk wurde vorwiegend im Zusammenhang mit Wassily Kandinsky rezipiert. Dabei zeigte die, sowohl als Künstlerin wie auch als Persönlichkeit, eigenwillige Münter schon in jungen Jahren ein ausgeprägtes Talent für künstlerische Bildkompositionen und erfand sich im Laufe ihrer rund sechzig Jahre andauernden Karriere in einem von Männern dominierten Berufsfeld immer wieder neu. 

Das Zentrum Paul Klee zeigt in der ersten umfassenden Retrospektive in der Schweiz das vielseitige Gesamtwerk Münters – von frühen Fotografien ihrer Reisen in die USA, nach Tunesien und nach Frank-reich, den spätimpressionistischen pastosen Ölskizzen über ihre leuchtenden expressionistischen Gemälde bis zu den Linolschnitten und Zeichnungen. Die chronologisch aufgebaute Ausstellung nimmt Besucher:innen mit auf eine Reise durch zeitlose Motive wie Menschen, Architektur, Landschaft, aber auch aktuelle Themen wie Technik und Maschinen. Es sind diese naheliegenden Dinge – Personen aus ihrem Umfeld oder die Umgebung von Murnau – die Münters Werk über die Jahrzehnte prägen und in ganz unterschiedlicher Darstellung immer wieder auftauchen. Besonders ihre druckgrafischen Arbeiten und Porträts offenbaren eine überraschend moderne Bildsprache, die heute an Werke der Pop Art erinnert. Eine einmalige Gelegenheit, das Werk einer der wichtigsten Künstlerinnen des deutschen Expressionismus in all seinen Facetten kennen zu lernen.

CLOSE-UP – Porträts von neun Künstlerinnen

Fondation Beyeler

19.09.2021 – 02.01.2022

Berthe Morisot, Mary Cassatt, Paula Modersohn-Becker, Lotte Laserstein, Frida Kahlo, Alice Neel, Marlene Dumas, Cindy Sherman, Elizabeth Peyton

Theodora Vischer ist Chief Curator der Fondation Beyeler und Kuratorin der Ausstellung «CLOSE-UP».
Theodora Vischer ist Chief Curator der Fondation Beyeler
und Kuratorin der Ausstellung «CLOSE-UP».

Im Zentrum der Ausstellung Close-Up stehen neun Künstlerinnen, denen die Konzentration auf die Darstellung von Menschen, in Form von Porträts und Selbstporträts, gemeinsam ist und deren Schaffen herausragende Positionen innerhalb der Geschichte der Moderne von 1870 bis heute darstellen. Das Interesse der Ausstellung gilt dem spezifischen Blick der Künstlerinnen auf ihre eigene Umgebung, der in den Porträts und Figurenbildern ihrer selbst und von anderen zum Ausdruck kommt. In der Zusammenschau lässt sich erleben, wie sich der Blick der Künstlerinnen auf ihr Gegenüber zwischen 1870 und heute gewandelt hat, was sich in ihm widerspiegelt und was ihn auszeichnet. 

CLOSE-UP – Porträts von neun Künstlerinnen weiterlesen

Goya – Meisterwerke in der Fondation Beyeler

Fondation Beyeler

10. Oktober 2021 bis 23. Januar 2022

 Martin Schwander ist Curator at Large der Fondation Beyeler und Kurator der Ausstellung «Goya».

Martin Schwander ist Curator at Large der Fondation Beyeler
und Kurator der Ausstellung «Goya».

Selten gezeigte Meisterwerke aus spanischen Privatsammlungen werden in der Fondation Beyeler mit Schlüsselwerken aus namhaften europäischen und amerikanischen Museen vereint. Goyas Kunst bietet den Ausstellungsbesuchenden ein einzigartiges sinnliches, emotionales und intellektuelles Erlebnis. Die Ausstellung wurde von der Fondation Beyeler in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid organisiert.  Goya – Meisterwerke in der Fondation Beyeler weiterlesen