Laura Lamiel. Honig am Messer

Cahn Kunstraum | bis 9. Oktober 2021

Mit dem Cahn Kunstraum wird Basel diesen Herbst um einen Ausstellungsort reicher. Zentral gelegen an der Steinentorstrasse 19, werden auf einer Fläche von über 500 m2 Kunstprojekte gezeigt, in denen die zeitgenössische Kunst in einen Dia-
log mit derjenigen der Antike tritt. Künstlerinnen und Künstler werden nach Basel eingeladen, wo sie mehrere Tage in der Stammgalerie an der Malzgasse mit der antiken Kunst zusammenleben: die Galerie wird zum Atelier. Aus dieser intensiven und zugleich intimen Auseinandersetzung mit der Kunst der Antike entstehen Arbeiten und Projekte, die anschliessend im Cahn Kunstraum vorgestellt werden. Es werden zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr gezeigt werden, jeweils in Zusammenarbeit mit den Galerien, welche die Künstlerinnen und Künstler vertreten. 

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The Cost of Life. A perspective on health

The Cost of Life. A perspective on health
by Paddy Hartley
  – Ausstellung im Museum Tinguely und dem Pharmaziemuseum Basel | 13. Oktober 2021 bis 23. Januar 2022

Der englische Begriff cost of life umfasst viele unterschiedliche Bedeutungen, die – im Gegensatz zur wörtlichen deutschen Übersetzung – alle einen Bezug zum Risiko haben. Als stehender Begriff bedeutet at a great cost of life ein grosses Risiko einzugehen. The Cost of Life. A perspective on health weiterlesen

Cuno Amiet. Frühe Kinderporträts

Kunstmuseum Basel | 23. Oktober 2021 bis 27. März 2022

Cuno Amiet zählte um 1900 zu den einflussreichsten Schweizer Künstlern und ist entsprechend in zahlreichen Schweizer Kunstsammlungen vertreten. Die Sammlung Im Obersteg, die im Kunstmuseum Basel beheimatet ist, bildet darin keine Ausnahme. Im Jahr 2020 konnte die bestehende Gruppe von Werken Amiets in der Sammlung durch die Studie zu Zwei Mädchenakte (1910) ergänzt werden. Der Ankauf bietet den Anlass, die Kinderbilder Amiets erstmals einer eng gefassten Ausstellung zu thematisieren. 

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Tacita Dean. Antigone

Das Kunstmuseum Basel | Gegenwart zeigt die Schweizer Erstaufführung von Antigone (2018), der bisher komplexesten Arbeit von Tacita Dean (geb. 1965). Darin geht es um den Namen Antigone und alles, was in ihm anklingt, nicht nur in der griechischen Literatur der Antike, sondern auch im Leben der Künstlerin.

Kunstmuseum Basel | bis 9. Januar 2022

Antigone ist der Name von Deans älterer Schwester. Denselben Namen trägt auch die Heldin in der thebanischen Trilogie des griechischen Tragödiendichters Sophokles, was Dean darauf brachte, ihre eigene Geschichte mit dem mythologischen Kosmos der klassischen Antike zu verflechten. Ihre ersten noch unausgegorenen Ideen für Antigone reichen ins Jahr 1997 zurück, als sie versuchte, ein Drehbuch zu diesem Stoff zu verfassen; die Vollendung des Werks nahm jedoch noch mehr als zwei Jahrzehnte in Anspruch.

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Bruce Conner. Light out of Darkness

Museum Tinguely | bis 28. November 2021

Bruce Conners (1933–2008) kritische Haltung zur Kunstwelt ist ebenso legendär wie sein Ruf als Vater des Videoclips. Er ist einer der herausragenden Künstler des 20. Jahrhunderts – ein ‹Artist’s Artist›. Die Ausstellung Bruce Conner. Light out of Darkness ist bis zum 28. November im Museum Tinguely zu sehen und stellt sein experimentelles filmisches Werk mit einer repräsentativen Auswahl von neun Filmen vor, darunter die Arbeit CROSSROADS (1976), die Filmmaterial des ersten US-Unterwasser-Atombombentests von 1946 beim Bikini-Atoll zu einer 36-minütigen Studie über Horror und Sublimität dieses apokalyptischen Ereignisses zusammenfügt. Bruce Conner. Light out of Darkness weiterlesen

Olafur Eliasson – LIFE

«Ich habe im Laufe der Jahre mehr und mehr Interesse
dafür entwickelt, das Leben nicht aus einer menschen-
zentrierten, sondern aus einer breit angelegten,
biozentrischen Perspektive zu betrachten […].
 Life, mein Kunstwerk, und die Fondation Beyeler
sind mit dem umliegenden Park, der Stadtlandschaft,
ja dem ganzen Planeten verwoben, und sie werden
durch alles und alle, die hier aufeinandertreffen,
zum Leben erweckt.» Olafur Eliasson

Tree Connections

Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G | bis 11.07.2021

Die vielfältige Auseinandersetzung der Kunst mit dem Thema Natur und insbesondere dem Baum als Stellvertreter, ist Thema der von Klaus Littmann kuratierten Ausstellung in der Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G. Gezeigt werden rund 75 Werke von 45 internationalen Künstler*innen, die sich in allen Darstellungs- und Kunstformen dem Baum und seiner Bedeutung für Mensch und Umwelt widmen. 

Vom 19. Jh. bis heute Tree Connections weiterlesen

Deutsches Design 1949–1989 – Zwei Länder, eine Geschichte

Vitra Design Museum | bis 05.09.2021

Geprägt durch Bauhaus und Werkbund, erlangte das deutsche Design zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweite Bedeutung. Mit der deutschen Teilung ab 1949 entwickelten sich Design und Alltagskultur auf beiden Seiten der Grenze getrennt weiter – im Westen als Motor des «Wirtschaftswunders», im Osten als Teil sozialistischer Planwirtschaft. Mehr als 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer präsentiert das Vitra Design Museum vom 20. März bis 5. September 2021 die erste grosse Gesamtschau über das deutsch-deutsche Design der Nachkriegszeit. Die Ausstellung Deutsches Design 1949–1989. Zwei Länder, eine Geschichte stellt das Design der damaligen DDR und BRD vergleichend gegenüber und verdeutlicht dabei ideologische und gestalterische Unterschiede ebenso wie Parallelen und Querbezüge, die Ost und West verbanden. Die Exponate reichen von ikonischen Möbeln und Leuchten über Grafik, Industriedesign und Inneneinrichtung bis hin zu Mode, Textilien und Schmuck.

A Black Hole Is Everything a Star Longs to Be

Kunstmuseum Basel | 05.06.2021 – 26.09.2021

Zum ersten Mal zeigt Kara Walker (* 1969) Hunderte von Zeichnungen, die sie in den letzten 28 Jahren im Atelier unter Verschluss gehalten hat. In der ersten umfassenden Soloausstellung auf Schweizer Boden präsentiert das Kunstmuseum Basel diesen bisher nie gezeigten Korpus zusammen mit brandneuen Arbeiten
der weltbekannten Amerikanerin.

Zu Beginn der 1990er Jahre fällte Kara Walker als Master-
Studentin an der Rhode Island School of Design in Providence (RI, USA) zwei programmatische Entscheidungen: In ihrer Kunst wollte sie nun konsequent die Perspektive als Schwarze und als Frau einnehmen: «Alles ist eine schwarze Frau. Das war die Absicht.» Die Akzeptanz der eigenen Herkunft und der – subjektiven – Grenzen, die damit einhergehen, machte sie zu ihrer Stärke. Diese Haltung öffnete ihr den Blick auf die Geschichte des Kolonialismus, auf die Idee «Amerika» und natürlich die Sklaverei; indes nicht nur auf die Geschichte und ihre Bilder, sondern vor allem auf die paradoxen und widersprüchlichen Mechanismen von Machtstrukturen und deren Folgen bis heute. Das Akzeptieren des Selbst, und damit auch das Fragen nach der eigenen Identität, hatte Folgen für Walkers künstlerische Praxis und prägte die dritte grundlegende Entscheidung, das Aufgeben der Malerei.  A Black Hole Is Everything a Star Longs to Be weiterlesen

Editorial: Die Museen freuen sich auf Ihren Besuch!

Josef Helfenstein ist Direktor des Kunstmuseums Basel

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde

Mit dem Sommer kommt nun eine Zeit, die wieder mehr Normalität verspricht. Nach langen Monaten, die wir hauptsächlich zuhause verbracht haben, zurückgeworfen auf das Private, dürfen wir nun wieder auf Begegnungen hoffen, und sei es vorerst nur im kleineren Rahmen. Für uns Kulturinstitutionen bedeutet das, dass wir unsere Anliegen und Inhalte endlich wieder mit einem grösseren, hoffentlich auch internationalen Publikum teilen können. Editorial: Die Museen freuen sich auf Ihren Besuch! weiterlesen

Schweizer Medienkunst – Pax Art Awards 2020

HeK – Haus der elektronischen Künste Basel | 09.06.2021 – 15.08.2021

Die Sommerausstellung im HeK präsentiert die Preisträger*innen der Pax Art Awards 2020, Monica Studer / Christoph van den Berg, Maria Guta und Simone C Niquille mit neuen Arbeiten. Mit den Preisen für digitale Kunst ehrt und fördert die Art Foundation Pax in Zusammenarbeit mit dem HeK medienspezifische Praktiken Schweizer Künstler*innen, deren Werke Medientechnologien nutzen oder die deren Auswirkungen reflektieren. Die drei Künstler*innen werden jeweils in Einzelausstellungen vorgestellt, die parallel zu sehen sind. Von Studer / van den Bergs fiktiven Welten, erschaffen im digitalen Raum, über Gutas Reflexionen über Identität und Selbstdarstellung in den sozialen Medien bis hin zu Niquilles spielerischen, aber kritischen Auseinandersetzung mit digitalen Datensätzen setzen sich die drei Schweizer Künstler*innen mit ebenso unterschiedlichen wie wichtigen Themen auseinander. Aus verschiedenen Perspektiven stellen sie aktuelle Fragen zu Gesellschaft und Technologie und erproben mögliche Zusammenhänge und Entwicklungen.

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Editorial: Kunst ist …

Roland Wetzel ist Direktor des Museum Tinguely und Kurator der Ausstellung Lois Weinberger – Debris Field. In dieser Ausstellungsreihe treten unterschiedliche Künstler*innen in Dialog mit Jean Tinguelys Mengele Totentanz.
Roland Wetzel ist Direktor des Museum Tinguely

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde

Wir freuen uns sehr, unsere Türen wieder für Besucherinnen und Besucher zu öffnen. Kunst und Kultur leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Wohle aller – Kunst ist das Salz in der Suppe, das Schmiermittel und der Sand im Getriebe. Und manchmal darf sie auch die Kirsche auf der Torte sein. 

Editorial: Kunst ist … weiterlesen