Deana Lawson – Centropy

Kunsthalle Basel | bis 11.10.2020

Deana Lawson folgt Fremden. Sie begegnet ihnen auf einem Feld in Jamaika, in einer brasilianischen Favela oder einem Kinderladen in der Bronx, und sie erkundet ihre Nachbarschaft oder be-reist die Welt auf den Spuren der afrikanischen Diaspora. Fasziniert von der Präsenz oder dem Stil von jemandem, von einem Körperschwung, einer Narbe im Gesicht oder einer Frisur, erkennt die in Rochester, USA, aufgewachsene Künstlerin in diesen Fremden etwas, das sie «gottähnliche Wesen» nennt.  Deana Lawson – Centropy weiterlesen

Marlene McCarty | Stefan Karrer Christoph Oertli

Kunsthaus Baselland | bis 05.07.2020

Geht es Ihnen auch so? Das Zeitgefühl scheint uns in diesem Jahr ein wenig abhandengekommen zu sein – als hätte der Covid-19-Lock-down rund zwei Monate aus unseren Kalendern gestrichen. Verschiedentlich war zu hören, wie intensiv die Wochen der Schutzmassnahmen genutzt wurden. Marlene McCarty | Stefan Karrer Christoph Oertli weiterlesen

knowbotiq | Alan Bogana | Félicien Goguey Pax Art Awards 2019

HeK | bis 02.08.2020

Die Ausstellung präsentiert aktuelle Werke der Preisträger*innen der Pax Art Awards 2019, den wegweisenden Preisen für digitale Kunst, mit denen die Art Foundation Pax in Zusammenarbeit mit dem HeK medienspezifische Praktiken Schweizer Künstler*innen ehrt und fördert. knowbotiq | Alan Bogana | Félicien Goguey Pax Art Awards 2019 weiterlesen

Pop-Up Artistes

Zeitgenössische Kunst und junges kreatives Schaffen in der Rheinregion

Fondation Fernet Branca | 01.07.2020 – 13.09.2020

Die aktuelle Ausstellung Pop-Up Artists präsentiert die Dynamik und Gestaltungskraft der Oberrhein-Region. Nach fast dreimonatiger Schliessung lädt die Fondation Fernet-Branca in Saint-Louis Künstler aus der Region zu ihrer Wiedereröffnung ein. Diese Ausstellung ermöglicht es der Fondation Fernet-Branca, ihrem Publikum den Reichtum und die Vielfalt des kreativen Schaffens zu zeigen, welches die Künstlerinnen und Künstler der Region auszeichnet. Diese gestalterische Biodiversität zeigt uns die Vorgehensweise der Kunstschaffenden, die in ihren Ateliers jeden Morgen hinterfragen, was sie am Vortag geschaffen haben. Diese Verschiebung, diese kreative Plastizität, führt uns in ein anderes Universum – immer mit dem Ziel, mit dem Publikum in Kontakt zu treten und Emotionen zu wecken.

Die Fondation Fernet-Branca wird im Laufe des Sommers verschiedene Treffen mit den Künstlern organisieren. Das Programm wird ab 1. Juli auf der Website der Fondation verfügbar sein.

Die Bilder der Brüder

Eine Sammlungsgeschichte der Familie Burda

Museum Frieder Burda | 12.05.2020 – 04.10.2020

Die Familie Burda und die Kunst – eine leidenschaftliche Beziehung. Aber wie fing eigentlich alles an? Was die Eltern Aenne und Franz Burda sammelten, förderte früh die Begeisterung der drei Brüder Franz, Frieder und Hubert für die Kunst. Eine Leidenschaft fürs Leben entstand. Die Bilder der Brüder weiterlesen

Isa Genzken. Werke 1973–1983

Isa Genzken, 1948 in Bad Oldesloe (Deutschland) geboren, gehört zu den bedeutendsten lebenden Künstler*innen. Das Kunstmuseum Basel | Gegenwart macht mit seiner Ausstellung auf ihr herausragendes Frühwerk aufmerksam – eine Zeit, die bisher in keiner Institution konsequent gewürdigt wurde.

Kunstmuseum Basel | 05.09.2020 – 24.01.2021 

Isa Genzken, 1948 in Bad Oldesloe (Deutschland) geboren, gehört zu den bedeutendsten lebenden Künstler*innen. Das Kunstmuseum Basel | Gegenwart macht mit seiner Ausstellung auf ihr herausragendes Frühwerk aufmerksam – eine Zeit, die bisher in keiner Institution konsequent gewürdigt wurde. Isa Genzken. Werke 1973–1983 weiterlesen

Taro Izumi. ex

Museum Tinguely | 02.09.2020 – 15.11.2020

Severine Fromaigeat ist Kuratorin der Ausstellung «Taro Izumi. ex».
Severine Fromaigeat ist Kuratorin der Ausstellung «Taro Izumi. ex».

Von Severine Fromaigeat

Taro Izumi betrachtet die Welt mit schalkhaftem Blick. Er beobachtet unsere Lebensweise und durchleuchtet dabei unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen, zur Natur und Tierwelt. So entstehen vielgestaltige, nicht klassifizierbare Werke, die – ausgehend von einer einfachen Grundidee und unter Zuhilfenahme von eher bescheidenen Mitteln – mit dem Absurden spielen. Im Laufe der Zeit hat er ein organisches Ökosystem, ein einzigartiges kreatives Universum geschaffen, das sich keiner bestehenden Kunstgattung zuordnen lässt. Die Medien Skulptur, Installation, Performance und Video greifen dabei ineinander. Diese Vielfalt wird auch in seiner Wahl der Materialien sichtbar: Holz, Stoffe, Alltagsgegenstände und eine Vielzahl an wiederverwerteten Elementen werden so zu auf den ersten Blick chaotischen, tatsächlich aber akkurat komponierten Konstruktionen. Bei der Begegnung mit diesem künstlerischen Ökosystem taucht man in ein visuelles sowie konzeptuelles Kaleidoskop ein. Taro Izumi. ex weiterlesen

Andrea Wolfensberger: waves, folds and sounds

Von Nahem besehen, ist Klang eine Brandung. Sprache wirft Falten, und ein Ruf erhebt sich zur steilen Gebirgsformation. Schon seit mehreren Jahren ist Andrea Wolfensberger den Bewegungsmus-
tern von Stimmen auf der Spur. Physikalische Gesetze und deren Aufzeichnung kreuzen modellhaft das Material, dem die Künstlerin Silben, Sätze, Gedichte anvertraut: Wellkarton nimmt das Auf und Ab ausgewählter Tonspuren auf, Faserzement wird zum Speicher verklungener Vogelstimmen. Da ist der Ruf des Uhus und das Zwiegespräch von Nachtkäuzchen: jeder Dialog ein skulpturales Ereignis, geformt aus Widerstand und Durchlässigkeit, Anwesenheit und Zwischenräumen, basierend auf Null und Eins des digitalen Vorlaufs. Während die Feldlerche gebietsweise auf die Liste bedrohter Arten gerät, geht Andrea Wolfensberger ihren Lauten nach. Freilassend und mit lockerem Strich dokumentiert sie das selten gewordene Gut. Wird ihr handschriftliches Echo zur Partitur für künftige Interpretationen? Eine Kunst des Übersetzens – vom flüchtigen Ton in eine haptische Topografie, von raumgreifender Resonanz in die Fläche des Papiers – hält nun Einzug ins «Paradies» der klösterlichen Anlage. Andrea Wolfensbergers unnachgiebig registrierender Blick entlässt den Ruf der Vögel in einen Ort der Stille – auf dass wir auf ihre Gegenwart draussen umso aufmerksamer antworten.

Die Autorin, Isabelle Zürcher, ist freischaffende Kunstwissenschaftlerin,
Redaktorin und Publizistin.  

Liebe Kunstfreund*innen

Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler
Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler

Wir haben Sie vermisst – und hoffentlich Sie Ihre Museen und Kunsthallen auch. 

Seit einigen Wochen sind wir wieder offen und für Sie da. Als eine der ersten Regionen weltweit haben Basel und die Dreilandregion ihre Museen wieder für Besuchende geöffnet. Natürlich mit umfassenden Schutzkonzepten.  Liebe Kunstfreund*innen weiterlesen

Resonating Spaces

06.10.2019 – 26.1.2020

Fondation Beyeler

Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz, Rachel Whiteread

Marlene Bürgi ist seit 2018 kuratorische Assistentin der Fondation Beyeler und hat u.a. an der Ausstellung zu Louise Bourgeois’ Insomnia Drawings mitgewirkt.

Von Marlene Bürgi

Die Herbstausstellung der Fondation Beyeler ist fünf zeitgenössischen Künstlerinnen gewidmet: Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz und Rachel Whiteread. Zum ersten Mal stellen die international renommierten Künstlerinnen gemeinsam aus. Anders als bei einer umfassenden Gruppenschau liegt der Fokus auf exemplarischen Werken, die in sehr unterschiedlicher Form eine eigene Qualität von Räumlichkeit entfalten – als Skulptur, Zeichnung oder Soundinstallation. Die Werke evozieren Räume, die zwischen dem Erkennbaren und Flüchtigen oszillieren. Sie schaffen Orte und Ruhepausen, in denen die Fähigkeit des Erinnerns ausgelöst und Bilder lebendig werden. Resonating Spaces weiterlesen

Epizentren gegenwärtiger Weltbetrachtungen – Seismographen der Zukünfte

Roland Wetzel ist Direktor des Museum Tinguely
Roland Wetzel ist Direktor des Museum Tinguely

Einmal in der Woche gönne ich mir einen Besuch im Fitnessstudio. Das macht zwar wenig Spass, tut aber gut. Am Anfang des Jahres macht es jeweils noch etwas weniger Spass, weil man kaum Platz findet an den Geräten zwischen all den personifizierten guten Vorsätzen. Glücklicherweise schmelzen diese jeweils schnell wie Schnee an der Sonne und der Tatendrang verschiebt sich hin zu Dingen, die wahrscheinlich sinnvoller sind. Epizentren gegenwärtiger Weltbetrachtungen – Seismographen der Zukünfte weiterlesen